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"Tautologisch ist etwas, was nur sich selbst und nichts anderes impliziert: Beobachtet wird das, was beobachtet wird; etwas ist das, was es ist; ich weiß, was ich weiß. Danach sind Tautologien differenzlose Unterscheidungen."[1]

"Tautologien sind Unterscheidungen, die nicht unterscheiden; sie sind Unterscheidungen ohne Differenz."[2]

"Die klassische Erkenntnistheorie ist dagegen durch die Absicht charakterisiert, Selbstreferenzen als bloße Tautologien und als Öffnung für schlechthin Beliebiges zu vermeiden. Wenn es überhaupt unter dem Gesichtspunkt von »Erkenntnistheorie« ein einheitliches Wissenschaftsprogramm gegeben hat, ist dies das Kennzeichen. Die Gründe dafür sind sehr ernst zu nehmen. Es sind aber Gründe, die in der allgemeinen Systemtheorie ebenfalls auftauchen. Sie hängen mit der Differenz von System und Umwelt zusammen und besagen, daß es weder ein ausschließlich selbstreferentiell erzeugtes System noch ein System mit beliebiger Umwelt geben kann. Diese Bedingungen wären instabil in dem Sinne, daß in ihnen jedes beliebige Ereignis Ordnungswert gewinnen würde. Daraus folgt, daß Selbstreferenz nur als Modus des Umgangs mit einer nichtbeliebig strukturierten Umwelt vorkommt und anders nicht vorkommen kann."[3]

QuelleBearbeiten

  1. Krause, Detlef: Luhmann-Lexikon. 4.Aufl., Lucius & Lucius, Stuttgart, 2005, ISBN 3-8282-0305-1, S.246
  2. Luhmann, Niklas: Protest: Systemtheorie und soziale Bewegungen. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1996, ISBN 3-518-28856-3, S.97
  3. Luhmann, Niklas: Soziale Systeme: Grundriss einer allgemeinen Theorie. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1987, ISBN 3-518-28266-2, S.31

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