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Als System gilt "einheitlich alles das, worauf die Unterscheidung eines von System aus spezifizierten Innen (System) und eines spezifizierten Außen (Umwelt) anwendbar ist. (...) Ein System verwendet spezifische Elemente als seine Teile; jedes System verwendet eigene Elemente die nicht zugleich Elemente eines anderen Systems sein können."[1] "Als Ausgangspunkt jeder systemtheoretischen Analyse hat (...) die Differenz von System und Umwelt zu dienen. (...) [Systeme] konstituieren und (...) erhalten sich durch Erzeugung und Erhaltung einer Differenz zur Umwelt. (...) In diesem Sinne ist Grenzerhaltung Systemerhaltung. Grenzen markieren dabei keinen Abbruch von Zusammenhängen."[2]

Autopoietische Systeme erzeugen "die Elemente, die sie als System unterscheidbar machen, selbst."[3]

"Sätze über Systeme

  • Es gibt Systeme.
  • Systeme unterscheiden sich selbst.
  • Systeme setzen sich ihrer Selbstunterscheidung voraus.
  • Systeme können ihre Selbstunterscheidung nicht unterscheiden.
  • Systeme konstituieren sich paradox.
  • Systeme ermöglichen sich durch die Operationen, durch die sie sich ermöglichen: Systeme operieren selbstreferenziell.
  • Systeme stellen ihre Umweltkontakte durch Selbstkontakte her: Systeme operieren selbstreferenziell fremdreferenziell.
  • Systeme relationieren selbst ihre Operationen: Systeme operieren strukturdeterminiert.
  • Systeme erhalten sich im Widerstand gegen ihre Umwelt: Systeme sind umweltangepasst.
  • Systeme reproduzieren sich von Moment zu Moment: Systeme operieren temporal."[4]


QuelleBearbeiten

  1. Krause, Detlef: Luhmann-Lexikon. 4.Aufl., Lucius & Lucius, Stuttgart, 2005, ISBN 3-8282-0305-1, S.232
  2. Luhmann, Niklas: Soziale Systeme: Grundriss einer allgemeinen Theorie. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1987, ISBN 3-518-28266-2, S.35
  3. Krause, Detlef: Luhmann-Lexikon. 4.Aufl., Lucius & Lucius, Stuttgart, 2005, ISBN 3-8282-0305-1, S.232
  4. Ebd., S.102