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BegriffBearbeiten

Strukturen eröffnen und begrenzen Möglichkeitsspielräume. Sie beschreiben die Bedingungen anschlußfähiger Operationen im System. Sie beeinflussen die Anschlußfähigkeit vor dem Eintreten eines Ereignisses. Soziale Systeme und psychische Systeme entwickeln mit der Zeit Erwartungsstrukturen für anschlußfähige Kommunikationsmöglichkeiten. Prozesse hingegen beeinflussen die Anschlußfähigkeit nach einem Ereignis. Sie generieren durch die Abfolge von operativen Selektionen zudem eine eigene Systemzeit. Sie sind Selektionen im Zeitverlauf.

"Durch Struktur her kommt die laufende Bestimmung der nächsten Elemente durch Exklusion anderer (systemmöglicher) Möglichkeiten zustande."[1]

„Auch Strukturen autopoietischer Systeme können nur durch systemeigene Operationen aufgebaut , erinnert und vergessen werden.[...] Überdies setzen Strukturen Aktualisierungen durch Operationen voraus.“[2]

QuelleBearbeiten

  1. Luhmann, Niklas: Soziale Systeme: Grundriss einer allgemeinen Theorie. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1987, ISBN 3-518-28266-2, S.388
  2. Luhmann, Niklas: Das Erziehungssystem der Gesellschaft. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2002, ISBN 3-518-29193-9, S.23

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