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BegriffBearbeiten

"Profit tritt dann ein, wenn die Zahlung dem Zahlenden selbst zugute kommt."[1] "Das Profitmotiv selbst entprivatisiert den, der sich ihm widmet, und es hat seine Funktion nicht im Absaugen von »Reichtümern« aus der Wirtschaft, sondern gerade umgekehrt: in der selbstreferentiellen Schließung des Funktionssystems. Auch die Profite müssen in Zahlungen umgesetzt werden, und sie sind nur Profite, wenn dies geschieht."[2]

soziale, zeitliche und sachliche Unabhängigkeit des ProfitmotivesBearbeiten

"Sozial wird das System von Reziprozität unabhängig und damit unabhängig von Bedingungen, die sehr stark durch den sozialen Rang der Beteiligten beeinflußbar sind. Erst diese Ausdifferenzierung aus der normal erwarteten Reziprozität macht die Wirtschaft autonom, nämlich fähig, sich selbst zu regulieren."[3]

"In zeitlicher und sachlicher Hinsicht können bei Profitorientierung neue, bisher noch unausprobierte Gegenstände und Verfahren aufgegriffen werden. Man ist nicht auf Legitimation durch die schon vorhandene Welt angewiesen, und Neues wird nicht in erster Linie als Abweichung erfahren."[4]

QuelleBearbeiten

  1. Luhmann, Niklas: Die Wirtschaft der Gesellschaft. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1988, ISBN 3-518-28752-4, S.55f
  2. Ebd., S.57
  3. Ebd., S.57
  4. Ebd., S.58

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