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Eine Interaktion setzt eine "körpergebundene räumliche Anwesenheit mindestens zweier psychischer Systeme" (Anwesender) voraus. Jene Bewusstseine zeichnen sich durch ihre jeweils "eigenselektiven reflektiven Wahrnehmungen" aus. Anwesende werden durch ihre "eigenselektiven kommunikativen Adressierungen" zu Personen , welche unter der "Bedingung der Unerreichbarkeit ihrer Bewusstseine füreinander" in Interaktionssystemen kommunizieren.[1]

"Auch Interaktionssysteme sind mithin Systeme mit einer selbsterzeugten Ungewißheit. Kein Teilnehmer und erst recht nicht die Kommunikation selbst kann erkennen, was vor sich geht."[2] Darüber hinaus beschreibt Luhmann, dass Interaktion unter Anwesenden "garantiert [...] Teilnehmer mit Gedächtnis, nämlich  »Personen«, so daß die Kommunikation an die »letzte Stunde« anknüpfen kann."[3]

Wichtig an dieser Stelle ist zu bemerken, dass durch Interaktionen Anschlussfähigkeiten produziert (?) werden können: "[...] daß das System sich retro- spektiv im Blick auf das, was gerade geschehen ist, also mit dem Rücken zur Zukunft reproduziert."[4]

QuelleBearbeiten

  1. Krause, Detlef: Luhmann-Lexikon. 4.Aufl., Lucius & Lucius, Stuttgart, 2005, ISBN 3-8282-0305-1, S.166
  2. Luhmann, Niklas: Das Erziehungssystem der Gesellschaft. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2002, ISBN 3-518-29193-9, S.104
  3. Luhmann, Niklas: Das Erziehungssystem der Gesellschaft. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2002, ISBN 3-518-29193-9, S.106
  4. Luhmann, Niklas: Das Erziehungssystem der Gesellschaft. 1.Aufl., Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2002, ISBN 3-518-29193-9, S.104

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