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BegriffBearbeiten

Eigentum bezeichnet eine "Form der Beobachtung des Zugriffs von sozial konstruierten Akteuren auf Gegenstände beliebiger Art. (...) Eigentum gibt es nur, weil es Nicht-Eigentum gibt. (...) Der Code des Eigentums ist die Differenz Haben/Nicht-haben. Eigentum konstituiert eine paradoxe Ausschließungsrelation. Das Merkmal einer paradoxen Konstitution gilt auch für das Gemeineigentum, das eigentlich nicht Eigentum sein kann, da es niemanden ausschließt. Eigentum wir immer als eigentlich unrechtes Recht rechtlich abgesichert. (...) Jeder Versuch einer Eigentumsbegründung kann nur als Entfaltung einer Paradoxie aufgefasst und auf seine jeweilige historisch-gesellschaftliche Plausibilität hin bebachtet werden. (...) Eigentum vermag namentlich über Organisationen Macht entfalten."[1]

QuellenBearbeiten

  1. Krause, Detlef: Luhmann-Lexikon. 4.Aufl., Lucius & Lucius, Stuttgart, 2005, ISBN 3-8282-0305-1, S.140